“Zoombombing” – eine Gefahr?

Immer wieder wird kolportiert, dass Unbefugte sich in Videokonferenzen einschleichen würden, um diese zu stören. Auch wenn dem Medienzentrum Hochtaunuskreis kein einziger verifizierbarer Fall von “Zoom-” oder “Jitsibombing” im Kreis bekannt ist, hier einige Tipps, mit denen man das Risiko minimieren kann.

Die nachfolgenden Tipps beziehen sich auf Jitsi. Andere Videokonferzsysteme haben andere Zugangsmechanismen, die aber ähnlich (un-)sicher sind.

  • Vergeben sie eindeutige, nicht leicht zu erratende Namen für Ihre Konferenz.
    “Deutsch” ist ein sehr schlecht gewählter, SchulkuerzelKlasseLehrerInFach, also HUS8fJoDeutsch ein gut gewählter Name. Für die Extraportion Sicherheit können Sie noch eine beliebige (wechselnde) Ziffernkombination anhängen.
  • Beim Jitsi-System des HTK können nur Lehrkräfte mit einem Passwort neue Videokonferenzen eröffnen. Wenn Sie möchten, können Sie über das (i) rechts unten noch ein zusätzliches Passwort vergeben, welches Sie den TeilnehmerInnen mitteilen müssten.
  • Lassen Sie keine “anonymen” TeilnehmerInnen zu. Verlangen Sie von den SchülerInnen, dass sie mit ihrem echten Namen (Klick in die eigene Kachel) an der Konferenz teilnehmen. Machen Sie zu Beginn der Sitzung eine freundliche Sichtkontrolle per Video.

Fazit: Bei gut gewählten Raumnamen und einer disziplinierten Teilnehmerschar geht das Risiko von “Zoombombing” gegen Null. Gegen eine Sabotage der Sitzung durch böswillige TeilnehmerInnen, die den Raumnamen und das Passwort weitergeben, ist kein Kraut gewachsen – aber das ist auch im Klassenraum der Fall, wo SchülerInnen das Unterrichtsgeschehen mit dem Handy streamen könnten. Hier hilft nur Aufklärung über die Regeln bei Videokonferenzen und ein wachsames Auge auf die TeilnehmerInnenliste während der Konferenz.