Technik

Videokonferenz-Tools gehören momentan zu den angesagtesten Tools bei LehrerInnen und Eltern. Sie erhoffen sich eine unkomplizierte Fortsetzung des interaktiven Unterrichts in den Zeiten von Corona.
Ob und wie sich diese Hoffnung erfüllen kann, soll in einem weiteren Beitrag Methode diskutiert werden. Eine juristische Einschätzung wird im Beitrag Recht vorgenommen.

Tools

Auf dem Markt tummeln sich ein ganze Reihe von Videokonferenz-Tools: Skype, Zoom, Microsoft Teams, Jitsi usw. Die meisten dieser Tools sind aus datenschutzrechtlichen Gründen problematisch. Als Beispiel mag der Dienst Zoom dienen, zu dem das Fachportal Golem Irritierendes vermeldet.

Jitsi ist eine Open-Source Lösung, die von jeder/m auf einem eigenen Server installiert und betrieben werden kann. D.h. es gibt nicht ein Jitsi sondern so viele “Instanzen”, wie sie von Personen und Institutionen betrieben werden.

Jitsi im Hochtaunuskreis

Das Team Schule Digital vom Hochtaunuskreis hat in kürzester Zeit einen eigenen Server mit einer eigenen Jitsi-Instanz aufgesetzt. Diese steht nun ausschließlich den Lehrkräften des Kreises zur Verfügung. Die Rechner in den Schulen werden/wurden für den Dienst freigeschaltet.
Die Adresse und die Zugangsdaten für jede Schule ging per E-Mail den Schulleitungen zu.

Bedienung

Um das Rad nicht neu zu erfinden, sei hier zunächst auf einen Beitrag von Mike Kuketz verwiesen.

Zur Beachtung:

Jitsi (wie alle anderen Tools) funktioniert nur, wenn ausreichend Bandbreite auf Seiten der TeilnehmerInnen zur Verfügung steht. Beherzigen Sie deshalb folgende Grundregeln:

  • Sorgen Sie für eine gute (breitbandige) und stabile Verbindung ins Internet. Ein kleines Symbol links oben in den Jitsi-Fenstern gibt die Qualität der Verbindung bei dem/der TeilnehmerIn an.
  • Sie benötigen einen Chrome-Browser von Google. Andere Browser funktionieren nicht oder nur eingeschränkt.
  • Testen Sie Jitsi (und alle anderen Tools) zunächst gründlich mit KollegInnen, bevor Sie SchülerInnen zu einem Treffen einladen.
  • Verringern Sie zunächst in den Qualitätseinstellungen die Videoqualität auf Standard.
  • Verwenden Sie Jitsi zunächst als Audio-Konferenztool: Alle TeilnehmerInnen außer dem/der RednerIn schalten das Mikrofon und die Kamera ab. Wenn eine Meldung erfolgt, kann der/diejenige beides für den Zeitraum des Beitrages einschalten.
  • Nutzen sie die Youtube-sharing Funktion von Jitsi nicht. Das funktioniert (noch) nicht richtig. Verschicken Sie statt dessen Links auf Videos per Chat.
  • Nutzen Sie die Hintergrund-Verschleierungsfunktion nicht. Das führt zu Problemen.